Ein Café-Bistro mit französischem Flair enstand in einer ehemaligen Berliner Eckkneipe eines Gründerzeitgebäudes in Charlottenburg am Lietzensee.
Das architektonische Konzept öffnete den schmalen Raum von der Straßenseite bis in die größtmögliche Raumtiefe. Alte Fassadenöffnungen wurden wieder hergestellt, um den neuen Räumen die ursprüngliche Geschoßhöhe zurückzugeben. Die Gestaltung des Interiors war bestimmt durch ein schmales Budget. Hier mischt sich hochwertiges Design mit Re-use und Selbstgebautem. Es entstand ein lebendiges, vielfältiges Design voller Überraschungen.
Lotze
Gartenhauscharme
Regionales Bauen im ländlichen Raum
Die LOTZE ist ein „Gartenhaus", das 1924 von einem Kunstmaler und einer leidenschaftlichen Lilienzüchterin auf einem weitläufigen Gartengrundstück in Lichterfelde West errichtet wurde. Der Entwurf steht exemplarisch für die gestalterisch hochwertige, reduzierte Architektur der 1920er-Jahre. Der Architekt war Schüler von Heinrich Tessenow, was sich in der klaren Formensprache und der sorgfältigen Proportionierung des Hauses widerspiegelt.
Ausgangspunkt des Projekts war zunächst die Sanierung eines Badezimmer. Der dortige Wasserschaden hatte zu einem Schwammbefall im Dach geführt und damit einen umfassenderen Sanierungsbedarf sichtbar gemacht. Im Zuge der Bestandsaufnahme und Beratung wurde deutlich, dass das Haus in seiner ursprünglichen Konzeption den Anforderungen seiner Bewohner nicht mehr gerecht wurde, insbesondere im Hinblick auf das Wohnen im Alter und die langfristige Nutzbarkeit.
Die Aufgabe bestand daher darin, die historische Qualität des Hauses zu bewahren und gleichzeitig die Voraussetzungen für ein zeitgemäßes, barrierearmes und möglichst autarkes Wohnen (im hohen Alter auch nur auf einer Ebene) zu schaffen. Die notwendigen strukturellen Veränderungen wurden mit großer Sorgfalt und Hand in Hand mit den Bauherren entwickelt, sodass die ursprüngliche Charakteristik des Gartenhauses erhalten bzw. wieder hergestellt wurde und zugleich der heute selbstverständliche Wohnkomfort erreicht werden konnte.
Grundlage der Planung waren neben der sorgfältigen Bestandsaufnahme die historische Recherche und die Wiederentdeckung überlieferter Planunterlagen. Die angehängte Chronik dokumentiert den doch recht desolaten Zustand des Hauses vor der Sanierung im Jahr 2019 (inkl. der reichlich wüsten Einverleibung der Loggia aus den Fünfzigern) und bildet gemeinsam mit den historischen Plänen von 1924 sowie unseren eigenen Fassadenskizzen die Entwicklung des Projekts ab. Sie zeigt wie wir die ursprüngliche Idee des Hauses auf behutsame Weise wiederherstellen konnten. Der heutige Zustand nach umfassender Sanierung des Hauses ist in den beigefügten Fotografien dokumentiert.

Standort: Berlin, Lichterfelde
Realisierung: 2020/21
Architektin: Elisabeth Müller
Mitarbeit: Eloïse Ferhatović-Pujos
Fläche: 150m2 Wohnfläche plus Keller
Realisation Sanierung: Hahn Engineering GmbH
Tischlerarbeit Küche: Zumholz Möbel KG
Fotos: Julien Collieux


Der Neubau liegt an dem längsseitig verlaufenden Mühlbach. Die schlichte Hausform und der Einsatz der Baumaterialien orientiert sich an der traditionellen Scheunen- bzw. Stadelarchitektur. Die bodentiefen modularen Fenster im Obergeschoss, die in der Addition kleine und großzügige Verglasungseinheiten bilden, sowie das in grauer Faserzementwelle ausgeführte Dach geben dem Haus einen zeitgemäßen Charakter.
Die Holzbalkendecke über dem gemauerten Sockelgeschoß trägt auch die außenliegenden, stützenfreien 1,60m breiten umlaufenden Stege. Darüber schließt sich das Obergeschoß in lärchenverschalter Holzständerbauweise an. Das Dach spannt mittels einer Binderkonstruktion frei über das sieben Meter breite Haus und schützt mit seinen Dachüberständen die außenliegenden 1,60m breiten Stege. Die Hauptwohnfläche liegt im Obergeschoß und integriert den Dachraum. Die Binderkonstruktion prägt hier die Innenräume und sorgt für Scheunenfeeling.
Der Haupteingang im Obergeschoß wird über eine Brücke von der niveaugleichen Dorfstraße erschlossen oder alternativ über die überdachte Außentreppe vom Wirtschaftshof. Im Erdgeschoß befinden sich Nebenflächen und eine separat vom Hof aus erschlossene Einliegerwohnung, welche entsprechend verschiedener Lebensphasen den Hauptwohnräumen intern zugeschaltet werden kann. Das Haus verzichtet in seiner unmittelbaren Bachnähe auf eine Unterkellerung. Als Niedrigenergiehaus wird durch Erdwärme und durch einen zentralen Kaminofen mit Holz geheizt. Die Bodenplatte ist mit Schaumglas und das Holzständerwerk mit Hanf gedämmt. Die Photovoltaikanlage ist auf dem Süddach des angrenzenden Wirtschaftsgebäudes untergebracht.




Der Neubau liegt an dem längsseitig verlaufenden Mühlbach. Die schlichte Hausform und der Einsatz der Baumaterialien orientiert sich an der traditionellen Scheunen- bzw. Stadelarchitektur. Die bodentiefen modularen Fenster im Obergeschoss, die in der Addition kleine und großzügige Verglasungseinheiten bilden, sowie das in grauer Faserzementwelle ausgeführte Dach geben dem Haus einen zeitgemäßen Charakter.
Die Holzbalkendecke über dem gemauerten Sockelgeschoß trägt auch die außenliegenden, stützenfreien 1,60m breiten umlaufenden Stege. Darüber schließt sich das Obergeschoß in lärchenverschalter Holzständerbauweise an. Das Dach spannt mittels einer Binderkonstruktion frei über das sieben Meter breite Haus und schützt mit seinen Dachüberständen die außenliegenden 1,60m breiten Stege. Die Hauptwohnfläche liegt im Obergeschoß und integriert den Dachraum. Die Binderkonstruktion prägt hier die Innenräume und sorgt für Scheunenfeeling.
Der Haupteingang im Obergeschoß wird über eine Brücke von der niveaugleichen Dorfstraße erschlossen oder alternativ über die überdachte Außentreppe vom Wirtschaftshof. Im Erdgeschoß befinden sich Nebenflächen und eine separat vom Hof aus erschlossene Einliegerwohnung, welche entsprechend verschiedener Lebensphasen den Hauptwohnräumen intern zugeschaltet werden kann. Das Haus verzichtet in seiner unmittelbaren Bachnähe auf eine Unterkellerung. Als Niedrigenergiehaus wird durch Erdwärme und durch einen zentralen Kaminofen mit Holz geheizt. Die Bodenplatte ist mit Schaumglas und das Holzständerwerk mit Hanf gedämmt. Die Photovoltaikanlage ist auf dem Süddach des angrenzenden Wirtschaftsgebäudes untergebracht.

Der Neubau liegt an dem längsseitig verlaufenden Mühlbach. Die schlichte Hausform und der Einsatz der Baumaterialien orientiert sich an der traditionellen Scheunen- bzw. Stadelarchitektur. Die bodentiefen modularen Fenster im Obergeschoss, die in der Addition kleine und großzügige Verglasungseinheiten bilden, sowie das in grauer Faserzementwelle ausgeführte Dach geben dem Haus einen zeitgemäßen Charakter.
Die Holzbalkendecke über dem gemauerten Sockelgeschoß trägt auch die außenliegenden, stützenfreien 1,60m breiten umlaufenden Stege. Darüber schließt sich das Obergeschoß in lärchenverschalter Holzständerbauweise an. Das Dach spannt mittels einer Binderkonstruktion frei über das sieben Meter breite Haus und schützt mit seinen Dachüberständen die außenliegenden 1,60m breiten Stege. Die Hauptwohnfläche liegt im Obergeschoß und integriert den Dachraum. Die Binderkonstruktion prägt hier die Innenräume und sorgt für Scheunenfeeling.
















